Eisberg A-81 wird nahe Südgeorgien langsamer
Ein Terra/MODIS-Bild vom 20. Oktober zeigt den Eisberg am Unterwasserschelf der Insel. Der Bericht erschien am 27. Oktober.
RockGeo-Redaktion · Veröffentlicht am
Datum des Ereignisses: 20.10.2026 · Datum der Quelle: 27.10.2026
Quellen abgerufen am 27.10.2026, 15:38 GMT

NASA Earth Observatory / Michala Garrison; MODIS data: NASA EOSDIS LANCE and GIBS/Worldview · NASA Media Usage Guidelines — factual editorial use
Ein am 20. Oktober 2026 mit MODIS aufgenommenes Terra-Satellitenbild zeigt Eisberg A-81 nahe Südgeorgien im Südatlantik. In ihrem am 27. Oktober veröffentlichten Bericht beschreibt Kathryn Hansen seine Verlangsamung am Rand des Unterwasserschelfs der Insel. Aufnahme- und Veröffentlichungsdatum sind verschieden.
A-81 verbrachte mehr als drei Jahre im Weddellmeer, getragen vom Weddellwirbel, bevor er im Mai 2026 die Spitze der Antarktischen Halbinsel erreichte. Danach zog er durch die Scotiasee. Bei der Annäherung an Südgeorgien lag er etwa 2.300 Kilometer nordnordwestlich des Brunt-Schelfeises, von dem er abgebrochen war.
Seine Entstehung ist in einer Mitteilung des British Antarctic Survey vom 23. Januar 2023 dokumentiert. Die Abtrennung erfolgte am 22. Januar zwischen 19 und 20 Uhr GMT bei Springtide, als Chasm-1 das Brunt-Schelfeis durchquerte. Die damals geschätzte Fläche betrug 1.550 km²; dieser historische Wert ist keine aktuelle Messung des Eisbergs.
Die Überwachung von Brunt verbindet Satellitenbilder mit Feldmessungen. Die Mitteilung von 2023 beschreibt 16 GPS-Instrumente zur Deformationsmessung sowie eispenetrierendes Radar und Drohnenbeobachtungen. Hinzu kommen Modelle und bathymetrische Karten. Damit lassen sich Rissentwicklung, Eisbewegung und Unterwasserrelief zusammen untersuchen, statt nur ein Foto zu interpretieren.
In der Oktoberanalyse vermuteten Jan Lieser und Christopher Shuman, dass der Eisberg beim Abbremsen den Schelfrand berührte. Die Formulierung wahrt die Unsicherheit: Sie bestätigt weder dauerhaftes Auflaufen noch eine künftige Route. MODIS erfasst die Oberfläche einschließlich Wolken; es misst keinen direkten Meeresbodenkontakt und liefert keine Navigationswarnung in Echtzeit.