Satellit zeigt Rauch der Brände auf Neuguinea
Ein NOAA-20-Bild erfasst Rauch am 11. Oktober. NASA berichtet hohe Emissionen; Bild und Modelle messen jedoch unterschiedliche Aspekte.
RockGeo-Redaktion · Veröffentlicht am
Datum des Ereignisses: 11.10.2026 · Datum der Quelle: 22.10.2026
Quellen abgerufen am 23.10.2026, 20:08 GMT

NASA Earth Observatory / Michala Garrison; NOAA-20/VIIRS · NASA media guidelines — factual editorial use
Am 22. Oktober 2026 veröffentlichte NASA ein Bild von Rauch über Süd-Neuguinea, der zwischen Indonesien und Papua-Neuguinea geteilten Insel. VIIRS auf NOAA-20 nahm es am 11. Oktober auf. Adam Voilands Earth-Observatory-Bericht verbindet die Brände mit einer während El Niño ausgetrockneten Landschaft.
Laut NASA-Zusammenfassung zeigten Schätzungen der Global Fire Emissions Database (GFED) bis zum 17. Oktober fast 32 Megatonnen durch Brände freigesetzten Kohlenstoff in Papua-Neuguinea. Auf indonesischer Seite lag die angeführte Summe über 35 Megatonnen. Die Werte betreffen Kohlenstoff, nicht Kohlendioxid, und werden nicht aus Farbe oder Ausdehnung des Rauchs im Satellitenbild abgeleitet.
Die Methode erklärt den Unterschied. Ein am 15. Oktober in Earth System Science Data veröffentlichter Beitrag von Yang Chen und Kollegen stellt die nahezu echtzeitfähige Erweiterung GFED5NRT vor. Sie verwendet VIIRS-Beobachtungen aktiver Feuer sowie regions- und biomspezifische Tabellen, um Brandfläche und Brennstoffverbrauch konsistent zur GFED5-Reihe zu schätzen.
Kontinuität ist wichtig, da GFED historisch stark auf MODIS-Sensoren beruhte. Orbitdrift und deren künftige Stilllegung erschweren vergleichbare Zeitreihen. Das neue System verbindet den historischen Bestand mit täglichen Schätzungen und ordnet jüngste Extreme in saisonale und jährliche Schwankungen ein, ohne einen einzelnen Satellitenüberflug mit einer gesamten Brandsaison gleichzusetzen.
Die Autoren benennen Unsicherheiten bei Beobachtungen, Brennstoffen, Verbrennung und Emissionsfaktoren. Wolken und Rauch können aktive Feuer verdecken; feste Umrechnungsfaktoren begrenzen die Darstellung lokaler Änderungen. Über große Gebiete und lange Zeiträume aggregierte Schätzungen sind deshalb robuster als kleinräumige Analysen. Die hier genannten Summen behalten das Bezugsdatum des Berichts und sind keine auf heute aktualisierten Gesamtwerte.