Mayon: Warnstufe 3 nach Explosion und erneutem Ascheausstoß
PHIVOLCS erhöhte die Warnstufe in Albay auf den Philippinen. Kameras erfassten eine weitere Wolke; die Gefahrenzone von 6 km bleibt gesperrt.
RockGeo-Redaktion · Veröffentlicht am
Datum des Ereignisses: 30.10.2026 · Datum der Quelle: 30.10.2026
Quellen abgerufen am 31.10.2026, 20:02 GMT

NASA Earth Observatory / Joshua Stevens; MODIS data: LANCE/EOSDIS Rapid Response · NASA media usage guidelines — editorial / informational use
PHIVOLCS erhöhte die Warnstufe für den Vulkan Mayon in Albay auf der philippinischen Insel Luzon nach einer mäßig explosiven Eruption am 30. Oktober 2026 um 03:53 GMT von 2 auf 3. Das Bulletin von 04:30 GMT beschreibt eine dichte Aschesäule, die 3.000 m über den Krater aufstieg und nach Westsüdwesten verdriftete.
Ein späterer Ausstoß wurde am 30. Oktober um 21:17 GMT aufgezeichnet, berichtet GMA News in einem von der Redaktion gezeichneten Beitrag mit dem Kürzel KG. Kameras der Stationen Ligao und Ligñon Hill zeigten eine Wolke bis 200 m über dem Krater, ebenfalls nach Westsüdwesten driftend. Warnstufe 3 galt weiterhin.
GMA nennt unter Berufung auf das folgende PHIVOLCS-Bulletin 15 vulkanische Erdbeben und 30 Steinschlagereignisse am Freitag und berichtet von einer sechsminütigen Explosion. Dies sind unterschiedliche Beobachtungsarten: Seismische und visuelle Aufzeichnungen beschreiben die Aktivität, doch diese Zahlen allein bestimmen nicht die Größe einer künftigen Eruption.
Das Institut deutet das Ereignis als neue Phase magmatischer Eruption mit möglichen Lavaströmen und pyroklastischen Dichteströmen an oberen und mittleren Hängen in den folgenden Tagen oder Wochen. Es empfiehlt die Evakuierung der permanenten Gefahrenzone mit 6 km Radius, die Überwachung laharanfälliger Gerinne und das Meiden von Flügen nahe dem Gipfel. Dies sind Gefahreneinschätzungen, keine Bestätigung, dass alle Phänomene eingetreten sind.
Das Artikelbild ist eine Archivaufnahme vom 22. Januar 2018 und keine Beobachtung der aktuellen Krise. MODIS auf Aqua erfasste die Region; die NASA zeigt ein Komposit der Bänder 7-2-1 aus Echtfarb- und Infrarotdaten. Datum und Verarbeitung sind entscheidend: Die Visualisierung bietet vulkanischen Kontext, misst aber weder die Wolke noch die Gefahren vom Oktober 2026.