Erdbeobachtung · Pazifikküste, Mexiko

Simon aus dem All: Relief und atmosphärische Wellen in Mexiko

Am 14. Oktober veröffentlichte NASA-Bilder zeigen Simon am 11. Oktober nahe Mexiko. Satelliten erfassten das Auge und Wellen in der oberen Atmosphäre.

VIIRS-Bild von Simon mit dem Auge über dem Ozean und Wolkenbändern an Mexikos Küste.
Simon auf einer Suomi-NPP/VIIRS-Aufnahme vom 11. Oktober 2026 gegen 20:30 GMT. Veröffentlicht am 14. Oktober; keine aktuellen Bedingungen.
NASA Earth Observatory / Michala Garrison; VIIRS data: NASA/NOAA · NASA factual editorial use permitted under Media Usage Guidelines

Die NASA veröffentlichte am 14. Oktober 2026 Bilder von Simon, aufgenommen am 11. Oktober nahe Mexikos Pazifikküste. Lindsey Doermanns Bericht verbindet Beobachtungen zweier Satelliten. Das Tagesbild von Suomi NPP zeigt das Auge über dem Ozean und Wolkenbänder über Land; die nächtliche NOAA-21-Aufnahme macht atmosphärische Wellen sichtbar.

In Diskussion 18 vom 11. Oktober um 21:00 GMT stufte das National Hurricane Center Simon als Kategorie 4 mit anhaltenden Winden von 115 Knoten ein. Das Bulletin verknüpfte die sinkende Intensität und das schrumpfende Windfeld mit dem hohen Relief der Sierra Madre, während der innere Kern die Küste streifte.

Das NHC nutzte geostationäre Satellitenbilder, um Auge und Wolkenoberseitentemperaturen zu verfolgen. Eine Aufnahme des Radars mit synthetischer Apertur auf RCM-1 half, die Radien der 34-, 50- und 64-Knoten-Winde anzupassen. Diese Messungen und Schätzungen gehören zu jenem historischen Bulletin und beschreiben keine aktuellen Bedingungen.

Airglow ist eine schwache Lichtemission von Gasen in der oberen Atmosphäre. Laut NASA Goddard liefert es Informationen zu Temperatur, Dichte, Zusammensetzung und Bewegung in dieser Region. Es ist nicht dasselbe Phänomen wie Polarlicht, obwohl beide Licht oberhalb der Erdoberfläche erzeugen.

Die Wellenmuster in Simons Nachtaufnahme wurden atmosphärischen Schwerewellen aus der Konvektion des Zyklons zugeordnet. Sie können sich in die Stratosphäre und Mesosphäre ausbreiten. Das Tag-Nacht-Band von VIIRS erfasst Airglow; Höhenwinde und Mondlicht können die Beobachtung jedoch erschweren.

Die Bilder dokumentieren Verbindungen zwischen Atmosphäre, Ozean und Relief, messen aber allein keine Überflutungsflächen oder Erdrutsche. Die Tagesaufnahme entstand am 11. Oktober gegen 20:30 GMT. Der Veröffentlichungstag, 14. Oktober, darf nicht mit der Datenerfassung oder einer aktuellen Wetterprognose verwechselt werden.

← Weitere Nachrichten aus den Geowissenschaften