PACE verfolgt weltweit die Farben der Vegetation
NASA erklärt, wie Pigmentindizes saisonale Veränderungen verfolgen. Ein Landsat-Bild von Vermont illustriert das Phänomen, ohne aktuelle Bedingungen zu zeigen.
RockGeo-Redaktion · Veröffentlicht am
Datum des Ereignisses: 26.10.2026 · Datum der Quelle: 26.10.2026
Quellen abgerufen am 26.10.2026, 15:12 GMT

NASA Earth Observatory / Lauren Dauphin; Landsat data: USGS · NASA media guidelines — factual editorial use
Am 26. Oktober 2026 veröffentlichte NASA Adam Voilands Bericht über die Beobachtung von Vegetationsfarben mit PACE. Dessen hyperspektrales OCI-Instrument erfasst 286 Spektralbänder und erlaubt die Analyse von Pigmenten grüner, gelber und roter Blätter. Der Bericht zeigt Landanwendungen einer Mission, die auch Ozeane untersucht.
Laut einer technischen NASA-Erklärung liefert PACE alle ein bis zwei Tage globale hyperspektrale Abdeckung terrestrischer Ökosysteme. Die Indizes repräsentieren Chlorophylle, Carotinoide und Anthocyane, die mit Photosynthese und Pflanzenschutz zusammenhängen. Wiederholte Zeitreihen ermöglichen Vergleiche zwischen Regionen und Jahreszeiten statt Abhängigkeit von Einzelbildern. Wissenschaftliche Visualisierungen stellen Beziehungen zwischen Indizes farbig dar; die Legende ist zu lesen, bevor Farben mit der tatsächlichen Landschaft gleichgesetzt werden.
Die Karten vergleichen den 29. September–4. Oktober und den 5.–11. Oktober 2026. Das Rötungssignal verschiebt sich in Teilen der Nordhalbkugel zu niedrigeren Breiten. Diese Zeiträume betreffen Beobachtungen, nicht die Bedingungen am Veröffentlichungstag. Verglichen werden relative Pigmente, nicht direkt gezählte Bäume oder Blätter.
Das Bild dieses Artikels stammt von einem anderen Satelliten: Landsat 9, aufgenommen am 3. Oktober. Es zeigt rötliche bewaldete Höhenzüge in Vermont und noch grüne Täler. Das Orbitalfoto bietet einen lokalen Landschaftsblick; PACE-Karten nutzen ein anderes Instrument mit anderer Funktion. Die Unterscheidung verhindert, das Landsat-Bild als hyperspektrales OCI-Produkt auszugeben.
Es gibt Grenzen: Alternde oder abgeerntete Kulturen können ebenfalls das Rotsignal erhöhen, Wolken können Datenlücken hinterlassen. Dürre und Insektenschäden können Pigmente verändern. Das Team bittet deshalb über GLOBE um Bodenfotos zur Überprüfung der Beobachtungen. Farbe allein bestimmt nicht automatisch die Ursache einer Vegetationsänderung.