Kīlauea: Radar und Beben verfolgen Magmaintrusionen
Eine USGS-Analyse vom 23. Oktober blickt auf jüngste Intrusionen zurück. Karten von 2024 zeigen, wie Satellitendaten und Seismizität einander ergänzen.
RockGeo-Redaktion · Veröffentlicht am
Datum des Ereignisses: 23.10.2026 · Datum der Quelle: 23.10.2026
Quellen abgerufen am 24.10.2026, 20:02 GMT

USGS/HVO; modified Copernicus Sentinel-1 data (2024), ASF DAAC HyP3 · Public Domain
Eine am 23. Oktober 2026 vom USGS Hawaiian Volcano Observatory veröffentlichte Analyse betrachtet Kīlaueas Intrusionen und Eruptionen nach 2018. Anlass war die Intrusion vom 30. September bis 1. Oktober 2026 während der Lavafontänenfolge am Gipfel. Ihr Wert liegt im zeitlichen Vergleich von Anzeichen unterirdischer Magmabewegung, ohne jede Intrusion als Zusage einer Eruption zu behandeln.
Das Bild kombiniert Karten für den 9.–21. August 2024. Links zeigen Sentinel-1A-Daten Bodenverformung; jeder Farbzyklus entspricht 2,8 cm Änderung der vom Radar gemessenen Entfernung. Rechts stehen Beben desselben Zeitraums. In der Nacht vom 19. auf den 20. August begleiteten mehr als 200 Ereignisse die Intrusion in der oberen Ostriftzone; die meisten lagen unter Magnitude 2,0, das stärkste erreichte 3,7, bei Tiefen von 1–3 km.
InSAR vergleicht Radaraufnahmen unterschiedlicher Zeitpunkte. Die Fransen enthalten Verschiebung in Satellitenblickrichtung, können aber auch atmosphärische, orbitale und topografische Einflüsse widerspiegeln, die berücksichtigt werden müssen. Wegen des schrägen Blickwinkels verbindet das Signal horizontale und vertikale Komponenten. Daher sind 2,8 cm pro Zyklus nicht automatisch 2,8 cm vertikale Hebung.
Der Rückblick dokumentiert unterschiedliche Verläufe. Südwestlich des Gipfels gab es Intrusionen im Oktober und Dezember 2023 sowie zwischen Januar und Februar 2024. Im Juni 2024 folgte einer weiteren Intrusion am nächsten Tag eine etwa neunstündige Eruption. Im September ging eine Intrusion bei Makaopuhi der Eruption vom 15.–20. September bei Nāpau voraus. Diese Vielfalt unterstreicht den Nutzen, räumliche und zeitliche Signalentwicklung gemeinsam zu verfolgen.
Die heutige Situation ist vom historischen Bild zu trennen. Im Bulletin vom 24. Oktober 2026 um 18:37 GMT hielt HVO an der Pause nach Episode 55 und ADVISORY/YELLOW fest. Das Prognosefenster für Episode 56 war der 30. Oktober bis 5. November, sofern das Wiederaufblähungsmuster anhält. Das Observatorium betonte die Unsicherheit dieser Regelmäßigkeit; die Prognose bestätigt keinen Beginn neuer Lavafontänen.