Sentinel-3 zeigt ein Meereismosaik an der Antarktischen Halbinsel
Eine Aufnahme vom 30. September, am 16. Oktober von der ESA veröffentlicht, zeigt Eisschollen und Wolken in der Westantarktis. Sie ist eine Satellitenaufnahme, keine Echtzeitbeobachtung.
RockGeo-Redaktion · Veröffentlicht am
Datum des Ereignisses: 30.09.2026 · Datum der Quelle: 16.10.2026
Quellen abgerufen am 18.10.2026, 19:59 GMT

contains modified Copernicus Sentinel data (2026), processed by ESA · CC BY-SA 3.0 IGO
Die ESA veröffentlichte am 16. Oktober 2026 eine Copernicus-Sentinel-3-Aufnahme vom 30. September über einem Teil der Westantarktis. Sie zeigt die Spitze der Antarktischen Halbinsel und einen Teil des östlich gelegenen Weddellmeers. Die Daten unterscheiden Beobachtung und Veröffentlichung: Die Aufnahme zeigt nicht die heutigen Bedingungen.
Der Ausschnitt umfasst ungefähr 1.200 mal 1.700 Kilometer. Elephant Island, etwa 50 Kilometer lang, liegt links vor eisfreiem Ozean. Dieser geografische Bezug veranschaulicht die Ausmaße größerer Schollen, die teils mit der Insel vergleichbar sind, ohne ihre scheinbare Größe auf der Seite als unabhängige Messung zu behandeln.
Die ESA beschreibt dicht gepacktes Eis rechts und kleinere Fragmente, die Wirbelmuster im Ozean bilden. Weiße Wolken bedecken große Teile des unteren Bereichs; nicht jede weiße Fläche ist daher Eis. Die verschiedenen Texturen sind interessant, doch Wolken begrenzen die direkte Sicht.
Die Mission Sentinel-3 misst Ozeane, Land, Eis und Atmosphäre systematisch mit mehreren Instrumenten. Laut ESA verfolgt sie unter anderem globale Dynamik in großem Maßstab und liefert nahezu in Echtzeit Informationen für Ozean- und Wettervorhersagen. Diese Missionsfähigkeit macht ein Archivbild weder zu einem aktuellen Lagebericht noch benennt sie allein das Instrument dieser Aufnahme.
Geowissenschaftliche Auswertung verlangt die Trennung von Beobachtung, Standort und Interpretation. Diese Szene zeigt das Nebeneinander von Eis, Ozean und Wolken über einem großen Gebiet; sie schätzt nicht die gesamte antarktische Eisbedeckung. Zeitliche Vergleiche erfordern systematische Beobachtungen, entsprechend dem Missionsziel, statt eines Schlusses aus diesem einzelnen Bild.