Glaziologie und Fernerkundung · Vega-Insel, Weddellmeer, Antarktis

Vega-Insel: Landsat zeigt Schnee und freiliegendes Eis

NASA veröffentlichte am 30. Oktober Vega-Aufnahmen von 2025 und 2026. Schnee, Eis und Fels verlangen Beachtung von Jahreszeit und Aufnahmedatum.

Orbitalbild der Vega-Insel mit weißem Schnee, dunklerem Eis, Felsen, beschrifteter Devil-Insel und 2-km-Maßstab.
Landsat 9/OLI, 10. Oktober 2026; NASA-Veröffentlichung am 30. Oktober. Vollständige Datei, Farben, Beschriftung und Maßstab erhalten. Keine Echtzeitlage.
NASA Earth Observatory / Lauren Dauphin; Landsat / USGS · NASA Media Usage Guidelines — informational/editorial use

NASA Earth Observatory veröffentlichte am 30. Oktober 2026 einen Orbitalvergleich der Vega-Insel östlich der Antarktischen Halbinsel im Weddellmeer. Lindsey Doermanns Bericht verbindet Landsat-9-Szenen vom 22. März 2025 und 10. Oktober 2026. Sie zeigen den Beginn des Südherbsts beziehungsweise den Frühling.

Die Märzaufnahme zeigt Schneebedeckung, die Oktoberaufnahme Flächen dunkleren freiliegenden Eises. Nach der von NASA zitierten Deutung des Glaziologen Mauri Pelto trugen überdurchschnittliche Wintertemperaturen, geringe Schneeakkumulation, Sublimation und Windabtragung zum Oktoberbild bei. Verglichen wird nicht derselbe Monat aufeinanderfolgender Jahre.

OLI misst Strahlung im sichtbaren, nahinfraroten und kurzwelligen infraroten Bereich. Die technische Dokumentation nennt 30 m räumliche Auflösung für multispektrale Bänder und 15 m für das panchromatische Band bei 185 km Streifenbreite. Diese Angaben beschreiben den Sensor, nicht die Darstellungsgröße eines Bildes auf dem Bildschirm.

Der Bericht identifiziert einen Nunatak, eine Seitenmoräne und den Bahía-del-Diablo-Gletscher als Formen, die einem Gesichtsprofil ähneln. Die Ähnlichkeit ist visuell; geowissenschaftlich zählen die Beziehungen zwischen Fels, Sediment und Eis. Laut Pelto absorbiert dunkles freies Eis mehr Sonnenenergie als Schnee. Das Einzelbild liefert keine Massenverlustrate.

Die Kontinuität der Landsat-Messungen unterstützt laut OLI-Dokumentation Bildklassifikation, Erkennung von Landbedeckungsänderungen und Umweltkartierung. Kalibrierung und Bandregistrierung gehören dazu. Hier bleibt die Datei vom 10. Oktober vollständig einschließlich Beschriftung und Maßstab erhalten; das Aufnahmedatum bleibt vom Veröffentlichungsdatum der Nachricht getrennt.

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